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Grasfressen im Frühjahr

Veröffentlicht am 06.05.2020

Moro-Suppe und Heilerde helfen, wenn der Hund sich im Frühjahr organisch umstellt. Die meisten Hunde fressen im Frühjahr sehr viel Gras, brechen schleimige Magensäure aus. Sie sind übersäuert. Oft hängt das mit dem akuten Fellwechsel zusammen und mit der Umstellung auf die wärmere Jahreszeit.

Ohne den Gang zum Tierarzt und Chemie kommt man mit einer vierwöchigen Kurs aus. Das Geheimrezept ist eine Möhrensuppe, die bei allen Magen- und Darmbeschwerden sofort hilft, den Darm unterstützt und die Darmwand wieder in Takt bringt. Das Rezept kann unter der Seite www.erste-hilfe-beim-hund.de nachgelesen werden. Zusätzlich gibt man in die erste Portion des Tages einen halben Teelöffel LUVOS Heilerde fein gemahlen dazu.

Moro'sche Karottensuppe

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Nasenarbeit Teil II

Veröffentlicht am 06.05.2020

Wenn die Arbeit im Haus gut funktioniert, kann das Training im Garten und auf dem Spaziergang weiter ausgeweitet werden. Bitte hier darauf achten, dass der Ablauf für den Hund immer gleich bleibt.

Erst geht der Hund ins Sitz und wartet, bis der Gegenstand ausgelegt ist, dann starten Mensch und Hund beide mit dem Hörzeichen 'Such'. Damit der Hund sich hier nicht selbständig macht und vielleicht eine andere Fährte aufnimmt, sollte an mit einer 5 Meter Schleppleine arbeiten. Hierbei bitte darauf achten, dass man als Mensch immer hinter dem Hund bleibt.

Viele Hunde neigen dazu, sich sehr an ihrem Besitzer zu orientieren. Sobald man in eine Richtung blickt, denkt der Hund, dass der Suchgegenstand in dieser Richtung liegt. Außerdem sollte der Hund nicht den Eindruck gewinnen, dass der Besitzer besser weiß, wo zu suchen ist. Viele Hunde sind schnell frustriert und geben die Suche auf, wenn zu viel Hilfe angeboten wird.

Oft hilft es, wenn eine zweite Person mit dabei ist, die den Hund hält, während der Gegenstand ausgelegt wird. Das hat den Vorteil, dass der Abstand zum Suchgegenstand weiter ausgedehnt werden kann.

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Tipps für die trainingsfreie Zeit – Nasenarbeit Teil 1

Veröffentlicht am 30.03.2020

Da der Trainingsbetrieb ruht und wir nahezu alle viel Zeit zuhause mit der Familie und unseren Vierbeinern verbringen, kann jeder die Zeit nutzen, seinen Hund zu beschäftigen oder mal etwas Neues auszuprobieren.

Heute trainieren wir das, was unsere Hunde sowieso die meiste Zeit tun – Schnüffeln und Suchen.

Egal, wie groß oder klein, wie jung oder alt der Hund ist, Nasenarbeit ist eine willkommene Abwechslung und kann genauso auslasten wie ein langer Spaziergang. Und die Übungen lassen sich auch spielerisch zuhause in der Wohnung oder im Haus umsetzen.

-        Informationen zur Nasenarbeit

Die Nase des Hundes arbeitet – und das fast ständig. Wer seinen Hund genau und in Ruhe beobachtet, wird an der Bewegung des Nasenspiegels erkennen, dass unsere Vierbeiner zumindest ‚riechtechnisch’ ständig in Aktion sind.

Eine wichtige Erkenntnis für viele Hundebesitzer ist die Tatsache, dass der Hund mit der Nase ‚sieht’. Und das macht es für uns Menschen häufig so schwer herauszufinden, was unser Hund im Augenblick tut, warum er sich so verhält und welche Folgen aus der Aufnahme eines bestimmten Geruchs entstehen können. Eine Welt, die uns Menschen verschlossen bleibt und in der sich unsere Hunde hauptsächlich aufhalten – die Welt der Gerüche.

Leistungsorgan ‚Nase’:

Dass die Riechleistung des Hundes so stark ausgeprägt ist, liegt vor allem daran, dass der zuständige Bereich im Gehirn größer ist, als zum Beispiel beim Menschen. Das Riechhirn beim Menschen misst ein paar Gramm, beim Hund macht es gut ein Siebtel der gesamten Hirnmasse aus.

Daneben ist das Nasenriechfeld mit 150-170 qcm um ein Vielfaches größer als beim Menschen, der nur einen Bereich von 5 qcm mit der Nase aufnehmen kann. Die Hunde sind uns immer eine Nase voraus.

Die Beschaffenheit des Organs Nase beim Hund, mit seiner aufgefalteten Schleimhaut, dem weitverzweigten Riechepithel, die Beweglichkeit des Nasenspiegels und die starke Ausrichtung nach Außen vom Kopf weg machen den Hund zum Spezialisten.

Ein anschauliches Bespiel hierfür:

Ein Hund wittert noch 1 mg Buttersäure (Bestandteil des menschlichen Schweißes) in ca. 1 Milliarde Kubikmeter Luft.

Bücher zum Weiterlesen und Lernen

Für den Einsteiger hervorragend geeignet sind die beiden Bücher von Viviane Theby. Die Autorin verfügt über Erfahrung in der Rettungshundearbeit und zeigt in ihrem Buch, dass jeder Hundebesitzer seinen Vierbeiner zur Nasenarbeit anregen kann. Kurz, exakt und leicht verständlich, aufgelockert mit witzigen Zeichnungen erfährt der Leser eine Menge zum Thema Flächensuche, Fährte, Wind und Wetter…

Viviane Theby:                         Schnüffelstunde - Nasenspiele für Hunde

                                                Wir schnüffeln weiter – Nasenspiele für Hunde

Ein echter Vollprofi unter den AusbilderInnen für Sucharbeit ist die Norwegerin Anne Lill Kvam. U.a. bildet sie Minensuchhunde aus, die in Kriegs- und Krisengebieten auf der ganzen Welt zum Einsatz kommen. In ihrem Buch „Spurensuche“ lernt der Hundebesitzer die Nasenarbeit von Grund auf kennen. Und den positiven Nebeneffekt dieser Arbeit: Nosework – Brainwork. Die Hunde werden nicht nur körperlich, sondern auch geistig ausgelastet.

Anne Lill Kvam:           Spurensuche

Vorbereitungen:

1/ Zunächst suche ich einen geeigneten Suchgegenstand für meinen Hund. Das sollte etwas sein, was der Hund toll findet, leicht ins Maul nimmt und gerne mit sich herumträgt. Und ich sollte es gut greifen können – also kein Ball, der nicht aus dem Hundemaul herausschaut. Wer später etwas professioneller arbeiten möchte, nimmt von Anfang an einen Futterbeutel (ein Beutel mit Reiß- und Klettverschluss, der mit Futter befüllt werden kann) oder einen Dummy für die spätere Dummyarbeit. Wer später auch draußen im Garten oder auf dem Spaziergang üben möchte, sollte ein gut sitzendes Geschirr und eine 5-Meter Leine zur Verfügung haben.

2/ Dann bekommt das Ding einen Namen. Egal, wie (bei uns heißt er ‚Rudi‘), es sollte ein einfacher Name sein, der von da an immer für den Suchgegenstand verwendet wird.

3/ Und von nun an bleibt der Gegenstand nicht frei verfügbar für den Hund, sondern verschwindet nach der Übung in einer Schublade. Der Hintergrund hierbei, der Hund verknüpft mit dem Herausholen des Gegenstands gleich eine Erwartung und weiß, dass jetzt die Suchübungen wieder losgehen. Wir arbeiten also mit der positiven Stimmung des Hundes.

Die erste Übung:

  1. Der Gegenstand wird vor den Augen des Hundes auf den Fußboden an eine markante Stelle gelegt. Dabei kann der Hund durch eine andere Person an der Leine festgehalten werden oder wird, wenn er das bereits kann, ins Sitz geschickt und muss warten. Mit Hörzeichen „Such+Name des Gegenstands“ wird der Hund animiert, sich dem Gegenstand zu nähern und ihn mit dem Maul aufzunehmen.

Wichtig: bereits das Zubewegen auf den Gegenstand sollte gelobt werden, dass der Hund merkt ‚das, was ich hier tue, ist das Richtige‘. Und der Hund bleibt während der Suche angeleint.

Diese Übung wird zwei Tage lang, dreimal täglich jeweils für 5 Minuten wiederholt. Dabei kann die Stelle, an der der Gegenstand ausgelegt, wird ständig variieren.

  1. Übung: Ab dem dritten Tag wird der Gegenstand vor den Augen des Hundes in ein leicht auffindbares Versteck gelegt (hinter einen Stuhl, einen Tisch, das Sofa)

Danach geht es weiter wie oben beschrieben.

Hundeschule in Zeiten von Corona

Veröffentlicht am 27.03.2020

Der Frühling bricht sich seine Bahn, die Bäume treiben aus, die Forsythie im Vorgarten blüht prächtig und die Vögel bauen ihre Nester...

Wenn ich die täglichen Spaziergänge mit dem Hund mache, kann ich für kurze Zeit den Ausnahmezustand, die Sorgen und Ungewissheiten und die Sehnsüchte nach dem Kontakt zu lieben Menschen vergessen - alles scheint wie immer im Frühling...

Aber auch meine Hundeschule ist von Shutdown und Kontaktverbot betroffen. Die bundesweite Regelung und die Vernunft sorgen dafür, dass ich derzeit keinen Trainingsbetrieb und keine Seminare anbiete. Und ich bitte alle meine lieben Kunden, die mir bereits über lange treu sind um Verständnis.

Damit das Training Zuhause funktionieren kann, werden alle Kunden, die mir gemäß DSGVO die Erlaubnis zur Nutzung ihrer Mailadresse gegeben haben mit Trainingstipps und Anleitungen für Zuhause gesorgt. Außerdem werde ich regelmäßig kleine Videos auf dieser Internetseite veröffentlichen, die Tipps und Tricks gegen Langeweile und Spaß mit dem Vierbeiner beinhalten.

Ich möchte dafür sorgen, dass Alle mit ihren Vierbeinern zufrieden und gut 

Sobald sich die Lage entspannt, wir alle gesund und glücklich durch die Zeit gekommen sind, habe ich für alle Kunden - auch Neukunden -  besondere Angebote parat:

Die erste Zehnerkarte wird es zum Sonderpreis von 90,- Euro statt 100,- Euro geben. Folgekarten gibt es ermäßigt zum Preis von 70,- Euro.

Für alle Bestandskunden biete ich jeweils eine kostenfreie Einzelstunde im Wert von 30,- Euro an, um auf spezielle Probleme oder Verhaltensweisen im Alltag zu schauen.

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Trickkiste Tellington TTouch

Veröffentlicht am 09.07.2019

Aufgeregter Hund beim Longieren

In den letzten Tagen, da die Temperaturen stark zurückgegangen sind, haben wir uns wieder mehr bewegt. Auf der Nachbarwiese kann ich einen Longierkreis aufbauen, da die Pferde das Gras schön kurz gefressen haben.

Mein Hund ist ganz verrückt auf die Arbeit und tut dies gerne kund, indem er beim Laufen am Kreis bellt. Mit Clicker und ruhiger Gangart mache ich kurze Sequenzen, damit er nicht zu sehr aufdreht. Ich möchte aber auch zwischendurch mal ein paar flotte Runden sehen. Schon fängt das Bellen wieder an.

Wir haben sehr tolerante Nachbarn, die sich von Tiergeräuschen nicht nerven lassen - aber ich wünsche mir doch etwas mehr Konzentration, bewußtere Bewegungen und weniger Lautstärke.

Also greife ich in meine Werkzeugkiste und finde das Schnauzband, dass ich mir vor langer Zeit mal bei Katja Krauß gekauft habe. Das Band sieht aus wie ein Halti, liegt über der Schnauze und man kann die Weite so einstellen, dass es gut unter dem Kinn hält. Ein kleiner Klickverschluß perfektioniert die Passform. Der Teil auf der Schnauze ist aus Gummi, so dass der Hund das Maul sehr gut öffnen kann und die Bewegung des Mauls beim Bellen spürt. 

Das Ergebnis: Das Bellen hört komplett auf und mein Hund hat nicht mehr diesen irren Blick, sondern läuft gleichmäßig und leichtfüßig am Rand des Kreises.

Woher kommt das? Viele Hunde nehmen die Bewegungen ihres Körpers gar nicht bewußt wahr, wenn sie sehr aufgeregt sind. Ständiges Rutenwedeln zum Beispiel oder auch permanentes Bellen. Da kann ein elastisches Körperband helfen, dem Hund die Bewegung wieder bewußt zu machen, indem er durch den Kontakt des Bandes den Widerstand am Körper spürt. Diese neue Information an das Gehirn bewirkt, dass die Bewegung nachlässt oder ganz verschwindet. Der Hund hat eine Alternative zu seinem bisherigen Verhalten entdeckt und kann sie abspeichern. Nach nur wenigen Übungen kann das Körperband weggelassen werden und das geänderte Verhalten bleibt.

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Thema Frust – I

Veröffentlicht am 06.07.2019

Szene Junghundegruppe: Die Hunde betreten das Gelände im Laufschritt, mit teilweise schon hängenden Zungen und wildem Gezerre an der Leine – Menschen haben es schwer, Schritt zu halten. Danach wird sofort mit einer Sitz-Übung gestartet. Nur ein Junghund schafft es, dreimal hintereinander ein Sitz zu zeigen. Bei allen anderen geht gar nix. Warum?

Bisher wurde zu Beginn des Trainings immer eine fünfminütige Spielphase mit Freilauf der Hunde abgehalten. Jetzt startet das Training sogleich mit einer Ruheübung. Die Hunde verstehen den geänderten Ablauf nicht. Sie haben etwas anderes erwartet, womit sie sich selbst belohnen können – freies Spiel, Rumtollen. Jetzt sollen sie sich gleich zu Beginn konzentrieren, aufmerksam sein, Geduld haben.

Szene Tierheim: Die Border-Colliehündin liegt in einer Auslaufbox und leckt sich unentwegt an der rechten Vorderpfote, die schon blutig ist. Auch die Rute ist kahl und zerbissen. Warum?

Der Border Collie ist eine Rasse, die gerne läuft, arbeitet, lernt im engen Zusammenspiel mit seinem Besitzer. Die Hündin hat im Tierheim wenig Kontakt zu Menschen, wenig Bewegung und lernt nichts. Das Tierheim ist langweilig, bietet kaum Abwechslung.

Frustration – kurz Frust bis hin zur Frustrationsaggression liegt vor, wenn Erwartungen nicht erfüllt werden, wenn die dem Hund zugrunde liegenden Bedürfnisse nicht befriedigt sind oder Situationen plötzlich auftreten, mit denen der Hund vollkommen überfordert ist. Dabei kann der Frust gegen Gegenstände, andere Lebewesen oder auch gegen sich selbst gerichtet sein, wie im Fall der Border-Colliehündin im Tierheim.

Frustration befällt jeden – auch mich als Hundehalter. Zum tausendsten Mal habe ich die Übung mit meinem Rüden probiert, und immer wieder macht er den gleichen Fehler. Mein Tonfall wird lauter, schärfer. Meine Bewegungen heftiger. Und mein Rüde fängt an, mich anzubellen, hektisch herumzulaufen Nix geht mehr.

Und das ist das charakteristische bei Frust, er springt über. Alle Beteiligten steigern sich rein. Es entsteht eine Spirale, die in manchen Fällen auch blutig endet.

Wie entsteht Frust?

Frust oder frustriert sein gehört zum Leben dazu und führt nicht in jedem Fall sofort zu einem auffälligen Verhalten. Der Prozess zu einer ausgewachsenen Frustration ist schleichend und entwickelt sich, wenn Erwartungen auf Dauer unerfüllt bleiben, unerwartete Situationen immer wieder auftreten, wenn die Bedürfnisse auf Dauer nicht befriedigt werden – vielen Hunde ist es schlicht zu langweilig. Zu Beginn sind es einzelne Situationen, in denen der Hund unruhig reagiert, versucht auszuweichen. Mit der Zeit wird der Hund Strategien anlegen, die ihm helfen, eine schwierige Situation zu managen, zu kompensieren oder sie abzubrechen.

Dazu gehört aggressives Verhalten gegen Dinge, andere Lebewesen und gegen sich selbst.

Frustration entsteht aus einer gestörten Homöostase. Hier müssen wir etwas tiefer in neurologische und hormonelle Zusammenhänge reinschauen.

Die Homöostase sagt etwas über das Zusammenspiel der Biochemie im Hundekörper aus. Eine ausgeglichene Homöostase liegt vor, wenn Blutdruck, Herzschlag, Körpertemperatur, Säure-Basenhaushalt und etliche andere Funktionen im Körper einen normalen Wert haben oder besser gesagt in einem ausgeglichenen Verhältnis zueinander stehen.

Die Homöostase kann bereits durch Kleinigkeiten gestört sein. Zum Beispiel Hunger oder Schlafentzug. Aber auch Streß- und Sexualhormone bringen den Körper in Ungleichgewicht. Dabei ist weniger ein Zuviel im Körper ausschlaggebend, sondern eher ein fehlendes Regulativ als Gegenspieler. Es fehlt ein Ausgleich. Soll heißen, dass ein Hund durchaus unter Streß stehen kann, gleichzeitig aber auch andere Hormone im Körper den Streß abfedern können.

Dieses empfindliche Zusammenspiel kann durch äußere und innere Faktoren gestört sein.

Ernährung mit z.B. zu viel Protein, mangelnde Bewegung, soziale Kontakte oder fehlende Reize, das Gehirn nach bester Hundeart zu nutzen führen ebenso wie der übervolle Trainingskalender, zu wenig Ruhe und Schlaf und zu wenig Fressen kurz und langfristig zu schneller Frustration, da sie den Hund daran hindern, Situationen gut zu managen oder ausgleichen zu können. Hier ergibt sich ein weites Feld, dass Besitzer mit einer/m Hundetrainer/in untersuchen sollten, wenn Frustration das Zusammenleben erschwert.

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